Verhalten ändern

Verhalten ändern, heißt Standpunkte verlassen können. Beim Stabfechten dient der Fechtpartner als Spiegel des eigenen Handelns. Seine Reaktion gibt einem selbst ein sofortiges, sichtbares, fühlbares Feedback.

Doch wie kann man Verhaltensweisen, die im eigenen Verhaltensprogramm auf Automatik gestellt sind entgegen wirken? Ganz einfach, indem man sich bewusst macht, was gerade passiert ist. Dieses Bewusstsein ist der erste Weg zur Änderung. Nicht Wegschauen sondern Hinschauen heißt die Lösung.

Der erste Schritt zur Änderung

Wichtig ist dabei sich selbst in allen Momenten der Stärken und Schwächen anzunehmen so wie man ist. Die erste Änderung im eigenen Denken: Den Fehler oder die Schwäche nicht als Versagen zu sehen, sondern als Erfahrung, die es auszuwerten gilt. Diese Erfahrung nämlich gibt einem selbst die Chance sich besser kennenzulernen. Fehler sind Informationen – nichts weiter!

Es ist überhaupt Energieverschwendung sich über eigene Schwächen aufzuregen. Viel effektiver ist es, locker zu bleiben und diese 3 Schritte umzusetzen:

1. Innehalten – Anschauen was passiert ist
2. Reflektieren – Überlegen was besser gemacht werden kann
3. Wieder Tun – Mit neuer Erkenntnis in die Aktion gehen

Bewusste Änderung des Verhaltens führt zu Verbesserung

Natürlich ist das Anschauen von eigenen Schwächen, Fehlern schmerzhaft. Doch das Geschenk ist, die Verbesserung des eigenen Verhaltens. Man denke an erfolgreiche Leistungssportler. Keiner ist von Anfang an perfekt. Sie alle haben sich auf einen langen steinigen Weg begeben, auf dem sie viele Male gefallen und gescheitert sind. Sie stehen immer wieder auf und machen weiter bis sie auf dem Siegerpodest stehen.

Stärker werden durch Schwächen

Bewusstes Verhalten führt dazu, dass man es beim nächsten Mal anders machen kann. Selbst, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Man kann nachjustieren, niemals ignorieren. Besser ist es immer sich seiner Schwächen bewusst zu sein. Das Paradoxe daran ist, dass man durch das Sich-bewusstmachen von eigenen Schwächen und Stärken sogar stärker wird. Man kann sich selbst besser einschätzen. Man lernt sich und sein Verhalten besser kennen und kann in dieser Bewusstheit ganz anders reagieren. Die vermeintlichen Schwächen werden nach und nach gar nicht mehr als Schwächen angesehen, sondern als Information. Das fühlt sich in jedem Fall besser an! Die Entscheidung ob man in einer Situation etwas daran verbessern will oder nicht bleibt einem selbst überlassen. Niemand sonst ist für seine Entscheidungen, sein Tun verantwortlich außer man selbst. Das Schöne ist ja gerade, das wir alles selbst in der Hand haben, unsere Entscheidungen, unser Leben. Wir selbst bestimmen wer wir sein wollen.